Die Gesteine im Sockel des Jahn-Denkmals in der Berliner Hasenheide – ein geologisch-sporthistorisches Freilichtmuseum

Schlegel, Manfred

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11394
Schlegel, Manfred, (Ed.),2010: Die Gesteine im Sockel des Jahn-Denkmals in der Berliner Hasenheide – ein geologisch-sporthistorisches Freilichtmuseum. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2010; Band 17; Heft 1/2, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11394. 

Abstract

[...] Diese Kurzmitteilung dokumentiert die Ergebnisse einer geologischen Neuaufnahme der Gesteine, die im Sockel des Friedrich-Ludwig-Jahn-Denkmals in der Berliner Hasenheide verbaut sind. Der Autor beschreibt das Denkmal als ein weltweit einzigartiges „Freilichtmuseum“, da dessen Fundament aus über 165 Gesteinstafeln und -blöcken besteht, die von Turnvereinen aus der ganzen Welt zusammengetragen wurden. Die petrographische Analyse zeigt eine enorme Vielfalt: Das Spektrum reicht von magmatischen Gesteinen wie Granit, Basalt und Porphyr über metamorphe Gesteine wie Marmor und kristalline Schiefer bis hin zu Sedimentgesteinen wie Sandstein und Kalkstein. Sogar seltene Araukarite (versteinerte Hölzer) wurden identifiziert. Viele der Gesteine sind mit Inschriften versehen und stammen sowohl aus deutschen Mittelgebirgen als auch aus Übersee (Amerika, Asien, Australien). Der Beitrag erläutert zudem die mineralogische Zusammensetzung der Exponate, die unter anderem Feldspäte, Quarze und verschiedene Fossilien wie Algen oder Spurenfossilien (Paramoudra) enthalten. Damit bietet der Text eine faszinierende Verbindung von Geowissenschaften und Sportgeschichte und dient als Leitfaden für fachkundige Exkursionen im urbanen Raum Berlins.