Zur Gliederung der quartären Sedimentabfolgen im Niederlausitzer Brankohletagebau Greifenhain (LAUBAG) und in seinem Umfeld

Lippstreu, Lothar
Hermsdorf, Norbert
Sonntag, Angela

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10445
Lippstreu, Lothar; Hermsdorf, Norbert; Sonntag, Angela, (Ed.),1995: Zur Gliederung der quartären Sedimentabfolgen im Niederlausitzer Brankohletagebau Greifenhain (LAUBAG) und in seinem Umfeld. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 1995; Band 2; Heft 1, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10445. 

Abstract

[…] Die unter dem Aspekt baldiger Schließung und nachfolgender Sanierung einer Reihe von Großaufschlüssen (im Gefolge des Lausitzer Braunkohlenbergbaus) und des damit einhergehenden Verlustes der für das Verständnis quartärgeologischer Prozesse unwiederbringlichen Profile begonnene Tagebaukartierung wurde mit dem nun auflässigen Tagebau Greifenhain fortgesetzt. Die Tagebaukonfiguration (Sonderschwenk Woschkow, Westböschung) bietet einen guten Einblick in den stratigraphischen und strukturellen Aufbau eines morphologisch interessanten Gebietes; aus Norden kommend wird das Altdöberner Becken über den Geländeanstieg zum Niederlausitzer Grenzwall bis in dessen Kammlage gequert. Die hier vorgestellte quartäre Schichtenfolge zeichnet sich nicht durch spektakuläre warmzeitliche Profile als vielmehr durch eine z. T. mehr als 100 m mächtige Quartärfolge aus, in der die verschiedenartigen lithogenetischen Einheiten verschiedentalter Inlandeisaktivitäten in Superposition direkt übereinander auftreten. Glazigene Lagerungsstörungen im Bereich der Kammlage des Niederlausitzer Grenzwalles sind von überraschend geringer Intensität; die gewaltigen Lagerungsstörungen beschränken sich auf die tieferen quartären Profilschnitte und sind insbesondere auch in dem nördlich vorgelagerten Altdöberner Becken festzustellen.