Der Trebuser Sandstein – ein Massenvorkommen jotnischer Sandsteingeschiebe
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11385
Abstract
[...] Der Artikel befasst sich mit einem außergewöhnlichen Geschiebevorkommen im Osten Brandenburgs, dem sogenannten „Trebuser Sandstein“. Zwischen Fürstenwalde, Trebus und Müncheberg treten rote, jotnische Sandsteine in einer solchen Häufung und Größe auf, dass sie im 18. Jahrhundert fälschlicherweise für anstehendes Gestein gehalten wurden. Der Autor rekonstruiert die Forschungsgeschichte seit Karl Friedrich von Klöden und analysiert die petrographischen Merkmale dieser präkambrischen Sedimentgesteine, deren Herkunftsgebiet im Bereich der heutigen Ostsee (Dalarna/Gävle-Region) liegt. Die Studie erläutert, wie diese Gesteinsmassen durch die weichselzeitlichen Inlandeisvorstöße in das Gebiet nördlich der Rauenschen Berge transportiert wurden. Neben der geologischen Einordnung wird auch die historische Bedeutung der Steine, etwa für den Grabbau im Neolithikum oder als lokales Baumaterial, thematisiert. Der Beitrag leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Geschiebekunde und zur regionalgeologischen Dokumentation bedeutender Naturdenkmale in Brandenburg.
Subjects
BrandenburgTrebuser Sandstein
Jotnischer Sandstein
Geschiebekunde
Eiszeit
Quartärgeologie
Fürstenwalde
Findling

