Zur glazitektonischen Überprägung des oberflächennahen Untergrundes in Hamburg

Grube, Alf

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11178
Grube, Alf, (Ed.),2024: Zur glazitektonischen Überprägung des oberflächennahen Untergrundes in Hamburg. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2024; Band 31, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11178. 

Abstract

[…] Der Artikel von Alf Grube behandelt die glazitektonische Überprägung des oberflächennahen Untergrundes in Hamburg. ​ Es werden Abweichungen in der Schichtenfolge tertiärer und quartärer Sedimente beschrieben, die durch glazitektonische Prozesse verursacht wurden. ​ Diese Deformationen, die durch das Inlandeis entstanden sind, haben sowohl die Erdoberfläche als auch tiefere Schichten beeinflusst und sind von angewandt-geologischer Bedeutung, insbesondere bei Bauvorhaben. ​ Die Geologie Hamburgs ist geprägt von Geestgebieten nördlich und südlich der Elbe, die durch Vergletscherungsphasen des Saale-Komplexes und der Weichsel-Kaltzeit geformt wurden. ​ Glazitektonische Deformationen sind in Norddeutschland weit verbreitet und treten in Hamburg vor allem in bindigen Ablagerungen wie dem Lauenburger Ton auf. ​ Die Intensität und Ausdehnung der Verstellungen variieren stark, von kleinräumigen plastischen Deformationen bis hin zu großflächiger spröder Bruchtektonik. ​ Besonders markant sind die Blankeneser Berge und Stauchungszonen in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs. ​ Die Tiefenreichweite der Deformationen kann bis zu 200 Meter betragen, wobei die Weichsel-Kaltzeit weniger tiefgreifende Veränderungen bewirkte. ​