TY - JOUR A1 - Landgraf, Lukas A1 - Notni, Peter T1 - Das Moosfenn bei Potsdam – Langzeitstudie zu Genese und Wasserhaushalt eines brandenburgischen Kesselmoores Y1 - 2003 VL - 33 SP - 59 EP - 83 JF - TELMA - Berichte der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde DO - 10.23689/fidgeo-3071 N2 - Abstract: Water balance and vegetation of the Moosfenn have been observed since the beginning of the 20th century. The Moosfenn, covering 3,67 ha, is one of the largest swimming kettle hole mires in the northeast of Germany. We describe genesis and water balance. Reconstruction of the genesis is based on existing pollen analyses and stratigraphic investigations. Remarkable is a long reed phase since the younger atlantikum. A drought with tree expansion followed at the beginning of the older subatlantikum. At the beginning of the later middle age a flooding to a level of 1,5 m above surface was detected. Afterwards a new sphagnum cover evolved on the lake. The reconstruction of the water level started about 1917. After deforestation in the surrounding at 1918 an enormous rise of the water level was observed. The mire expanded. Later the water level retreated to a normal phase. Since the late 80`s the water level has been reduced dramaticly and so some typic features changed. The dynamic of several peat layers as well as 3 hydrostatic phases are described. N2 - Zusammenfassung: Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Wasserhaushalt und Vegetation des Moosfenns beobachtet. Mit 3,67 ha gehört das Moosfenn zu den größten in Nordostdeutschland bekannten schwimmenden Kesselmooren. Es wird die Entstehung und der Wasserhaushalt des Moores dargestellt. Die Moorentstehung wurde mit Hilfe einer vorhandenen Pollenanalyse und stratigraphischen Untersuchungen rekonstruiert. Bemerkenswert ist eine sehr ausgeprägte Schilfphase ab dem Jüngeren Atlantikum. Zu Beginn des älteren Subatlantikums trat eine intensive Austrocknung und Bewaldung auf. Etwa zu Beginn des Spätmittelalters konnte eine Überstauung von mindestens 1,5 m nachgewiesen werden. Danach entwickelte sich eine neue Schwingdecke auf dem Gewässer. Für die Zeit ab etwa 1917 wird der Wasserstand im Moor rekonstruiert. Ab 1918, nach einem Kahlschlag im Einzugsgebiet des Moores, trat ein erheblicher Wasserspiegelanstieg auf. Das Moor transgredierte über den Moorrand hinweg. Anschließend gingen die Wasserverhältnisse wieder in einen "Normalzustand" über. Seit Ende der 80er Jahre werden veränderte Mooreigenschaften aufgrund stark fallender Moorwasserstände beobachtet. Mit Hilfe von Messungen verschiedener Moorschichten kann die Reaktion des Moores auf wasserhaushaltliche Veränderungen beschrieben werden. Es werden 3 hydrostatische Phasen vorgestellt. UR - http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?gldocs-11858/7385 ER -