Kathodolumineszenz in der Planetologie

Methodik und Anwendung

Zusammenfassung

Die Entwicklung eines hochempfindlichen mikrospektroskopischen Systems unter Verwendung von optimal abgestimmten Komponenten ermöglichte eine effiziente Aufnahme der zum Teil sehr schwachen Lumineszenz verschiedener Minerale, die in Meteoriten vorkommen. Durchgeführte KL-Untersuchungen zeigten, dass sich die KL-Charakteristika der Apatite in den berücksichtigten Meteoriten bis auf den Anteil der REE3+ -aktivierten Lumineszenz nicht unterscheiden. D.h. es sind keine systematischen Veränderungen in Abhängigkeit der Klassifikation der Meteorite und damit verbundenen unterschiedlichen Entstehungsbedingungen zu erkennen. Dem gegenüber steht die KL der Merellite und Feldspäte. Die KL-Charakteristika dieser Minerale sind mit den Redox-Bedingungen korrelierbar, die während der Entstehung der Gesteine geherrscht haben müssen. Weil sich die Unterschiede der Lumineszenz nicht zwangsläufig in der chemischen Zusammensetzung der Minerale widerspiegeln, werden die typischen beobachteten Merkmale der KL im Wesentlichen auf die Valenzzustände vorhandener KL-sensitiver Elemente zurückgeführt.
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