Die Kombination geomorphologischer und prähistorischer Arbeitsmethoden bei der Lösung paläo-geographischer Fragen in der Eastern Desert Ägyptens

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Die nördliche Eastern Desert Ägyptens ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl flächenhaft verbreiteter, teilweise ineinandergreifender Systeme von Fußflächen und Wadisedimenten. Bei der Suche nach Möglichkeiten einer relativen Datierung von Entstehung und Entwicklung dieser Geländeformen kommt dem Zusammenwirken prähistorischer und geomorphologischer Arbeitsmethoden eine besondere Bedeutung zu. Beispielhaft für die geomorpho-dynamischen Prozesse dieses Raumes während der letzten 30.000 Jahre werden hier Ergebnisse aus dem Bereich des Wadi Deir an der Südost-Abdachung des Gebel-Galala-el-Qibliya vorgestellt. Innerhalb dieses Untersuchungsgebietes konnten prähistorische Besiedlungsspuren aus mittelpaläolithischer, neolithischer und protohistorischer Zeit nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich meist um Oberflächenfunde von Werkzeugen oder Werkplätzen sowie um Felsgravierungen. Darüberhinaus weisen Sinterdatierungen auf die Existenz einer klimatischen Gunstperiode um etwa 26.000 B.P. hin und 14C-Datierungen verschiedener Holzkohlehorizonte aus einem in jüngeren Wadisedimenten ausgebildeten Abri belegen hier menschliche Besiedlung zwischen 3.600 und 1900 B.C.
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