Tektonische Entwicklung des Geitafell-Vulkans, Südost-Island

Zusammenfassung

Der Geitafell-Vulkan ist ein erloschener tertiärer Zentralvulkan (Stratovulkan) in Südost-Island. Aufgrund tiefer glazialer Erosion ist das Innere des Vulkans bis hinab zur erloschenen krustalen Magmakammer aufgeschlossen. Das bietet die einmalige Möglichkeit, die Infrastruktur und die tektonische Entwicklung eines typischen isländischen Zentralvulkans zu untersuchen. Der Geitafell-Vulkan besteht aus einer Abfolge von eruptiven Materialien unterschiedlicher mechanischer Eigenschaften wie zum Beispiel basaltische Laven, Hyaloklastite und saure Extrusiva. Im Kern des Vulkans ist der obere Teil einer erloschenen krustalen Magmakammer in Form mehrerer Gabbrokörper aufgeschlossen. Im direkten Kontakt mit der Magmakammer befindet sich ein sehr dichter Schwarm von Kegelgängen, die von der Magmakammer injiziert wurden, als der Geitafell-Vulkan von etwa 5 bis 6Ma aktiv war (Fridleifsson, 1983). Um unser Verständnis über die vulkanotektonische Entwicklung des Zentralvulkans zu verbessern, wurden im Geitafell-Gebiet mehr als 500 Gänge und Kegelgänge, 400 Mineralgänge und etwa 1100 Klüfte gemessen...
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